Art-Repro: Interpretieren Sie doch Ihre Kunst neu!

09.01.2020, Artist Harald Lorenz, Fotograf Ralph Oehlmann, Smaragd-Vogel, Art-Repro, Oehlmann-Photography
Art-Meets-Photography Projekt: Smaragd-Vogel - ein Gemeinschaftsprojekt von Harald Lorenz (Malerei) und Ralph Oehlmann (Fotografie)

Art-Reproduktion - Where-Art-Meets-Photography

 

Die Kunst-Reproduktion ist eigentlich eine eher technische Disziplin.

 

Hier kommt es darauf an, von einer Vorlage eine möglichst naturgetreue digitale Kopie zu erstellen.

Diese digitale Kopie soll hochauflösend sein und die Vorlage detailreiche, mit korrekten Farben und frei von Verzerrungen darstellen.

 

Dementsprechend stehen bei der Aufnahme besonders die Lichtführung, die Aufnahmegeometrie und die passende Fotoausrüstung im Vordergrund.

 

Mir geht es dabei aber vor allem darum, die Schönheit und Einzigartigkeit der Vorlage bestmöglich in die digitale Welt zu übertragen. 

 

Als Fotograf fühle ich mich immer von der Kunst angezogen und so machen mir Art-Repro Projekte besonders viel Spaß. 

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Smaragd-Vogel - Master-Kopie

Naturgetreue, digitale Kopien eines Kunstwerks lassen sich auf vielfältige Art und Weise nutzen.

 

Im Vordergrund steht vor allem die Dokumentation, und damit die Möglichkeit, eine Master-Kopie zu erstellen, die keinen Alterungsprozessen mehr unterworfen ist.

 

Von da aus kann die digitale Kopie für Ausstellungskataloge, Webseiten oder Flyer, Poster etc. verwendet werden.

 

Zusätzlich ergibt sich die Möglichkeit, das Kunstwerk in verschiedenen Größen und Formaten auf unterschiedliche Medien (Leinwand, Acryl-Dibond, Metall, Holz etc.) zu drucken und zum Verkauf anzubieten.

Eine weitere, sehr interessante Verwendung der Master-Kopie ist die Replikation eines Kunstwerks um die entstehenden Kopien einer weiteren Schicht kreativer Veränderungen zu unterwerfen und auf diese Weise neue "Originale" zu erzeugen.

 

So ist der Künstler dazu in der Lage, seine Kunst neu zu interpretieren.

 

Darüber hinaus können dann auch destruktive/verbrauchende Techniken angewendet werden, ohne dabei das Original zu zerstören.

Der doppelte Dialog - Interview mit Harald Lorenz


Ralph: „Warum malst du eigentlich?“


Harald: „Weil sich Malen meistens gut anfühlt.


R: „Warum „meistens“ und nicht immer?“


H: „Weil Malen nicht wie Zucker ist, der immer süß schmeckt. Wer malt, riskiert auch stets, dass ihm ein Bild misslingt. Wer malt, geht in einen manchmal mühsamen Dialog mit dem entstehenden Bild. Das Ergebnis ist dabei offen. Und wenn dann noch Fotografie wie bei dir dazu kommt, ist es ein doppelter Dialog.“


R: „Ein doppelter Dialog dank der Fotografie?“


H: „Genau. Deine Fotografie macht es möglich, den Dialog, der mit dem fertig gemalten Bild beendet schien, wieder aufzunehmen. Fotografie als Fortführung des kreativen Dialogs mit anderen Mitteln ...


R: “... die das Bild zusätzlich beliebig reproduzierbar macht.“


H: „Was ein Vorteil ist. Ganz irdisch gesprochen lässt sich das Bild damit auch häufiger, günstiger und in verschiedenen Varianten verkaufen. Vor allem die verschiedenen Varianten sind sehr interessant.“


R: „Warum?“


H: „Na, hier kommst du ins Spiel, Ralph: Durch deine kreative Weiterentwicklung des ursprünglichen Bildes, machst du es mehr Menschen zugänglich, sowohl finanziell als auch geschmacklich. Gefällt einem Kunden der Vogel in Pink – bitte sehr. Oder hätte er lieber einen goldenen, einen bewegten, einen verzerrten oder gar einen brennenden Vogel? All diese Wünsche kann deine Fotografie erfüllen. Mit Pinsel, Farbe und Papier kann ich das so nicht.“


R: „Das heißt: Die Kunst kommt zum Kunden und nicht mehr der Kunde zur Kunst.“


H: „Du sagst es.“

Die digitale Fotografie öffnet für den Künstler neue Räume, da der kreative Prozess nicht mehr zwingend mit der Fertigstellung des Gemäldes abgeschlossen ist.

 

Und die Fotografie selbst kann ebenfalls in den kreativen Prozess mit einbezogen werden.

Sei es durch Modifikation des Fotografischen Prozesses oder durch die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung

Sehen Sie hier eine kleine Auswahl:

Smaragd-Vogel, Variante-1
Herausarbeitung der Kartonstruktur durch selektives, hartes Streiflicht.
Smaragd-Vogel, Variante-2
Erzeugung von Bewegung durch Zoom-Drehung während der Belichtung.
Smaragd-Vogel, Variante-3
Umsetzung in Falschfarben durch Bildbearbeitung in Photoshop.

Der Smaragd-Vogel aus diesem Art-Meets-Photography Projekt fliegt noch durch die Lüfte und ich bin gespannt darauf zu sehen, in welcher kreativen Manifestation er wieder bei Harald Lorenz landen wird...

 

 

Mit besten Grüßen,

 

Ihr Ralph Oehlmann